Er: »Darf ich morgen ein Bierchen trinken gehen?«
Sie: »Das kannst Du aber gleich vergessen.«
Hm, darf man wirklich Witze über Demenz machen? Tja, diese Frage musst Du schon selbst – für Dich – beantworten. Da ich diese Frage gleich am Anfang stelle, kannst Du auch gleich überlegen, ob sich die Lektüre eines Kleinen Demenzbegleiters lohnt, welcher mit einem Witz über Demenz beginnt.
Der obige Witz thematisiert ein von Menschen ohne Demenz für äußerst normal gehaltenes Verhalten gegenüber Menschen mit Demenz. Was ich meine, ist die Tatsache, dass die ersten Erscheinungen von Demenz für bloße Vergesslichkeit oder Schusseligkeit gehalten werden, der man scheinbar völlig zu Recht das Verlangen entgegensetzt, der andere solle sich doch bitte dies oder jenes merken (das kann doch nicht so schwer sein!).
Erst mit der klinischen Diagnose Demenz ändert sich die Einstellung der Angehörigen von Menschen mit Demenz … leider oft dahin, dass sie in eine andere Attitüde umschlägt, nämlich den Drang, den anderen als rohes (und auch ein bisschen dummes) Ei zu behandeln, was wiederum, nicht zu Unrecht, den Argwohn des Adressaten dieser Eierei weckt.
