In meiner Arbeit der Kognitionsassistenz ist auffällig, dass, neben dem anfangs immer unangemessenen Umgang mit der Erkrankung selbst, ein wesentlicher Belastungspunkt bei Angehörigen ihre eigene Unzulänglichkeit im Umgang mit der Situation ist, einhergehend mit der scheinbaren Unmöglichkeit, angemessen zu helfen. Man hat einfach keine Ahnung. Aber das ist nicht schlimm, sondern eine logische Folge der Tatsache, dass man nicht auf jede mögliche Situation vorbereitet sein kann.
Aus diesem Grunde empfehle ich Angehörigen, neben der umfassenden Bildung zum Thema, zunächst sich selbst Hilfe zu suchen. Denn wenn ich nicht weiß, wie ich mit dem Thema an sich umgehen kann, erscheint eine angemessene Hilfe für andere unwahrscheinlich. Dazu ist es hilfreich, sich die folgenden Fragen zu stellen:
1. Was verstört mich im Einzelnen an der Erkrankung des anderen?
2.
