Angehörigen von kognitiv beeinträchtigten Menschen fällt es manchmal schwer, professionelle und damit bezahlte Hilfe zu rekrutieren. Die Hauptgründe dafür liegen einerseits in der Annahme, dass die kognitive Beeinträchtigung ohnehin nicht mehr zu heilen ist und dass weiterhin diese Hilfe auch Geld kostet bzw. so wenig wie möglich kosten soll. Da keimt schnell der Gedanke auf, es reiche aus, eine (unterbezahlte) Nebenbeihilfskraft zu engagieren. Die scheinbaren Vorteile: … ein bisschen Vorlesen kann jeder und so eine Hilfe ist kostengünstiger als professionelle Hilfe.
So gesehen stimmt das. Dabei übersehen wird jedoch, dass – und hier zäumen wir das Pferd mal von hinten auf – eine billige Nebenbeihilfe in der Regel Schwarzarbeit bedeutet, sofern sie nicht nur ab und an hilft im Rahmen der Verwandten- oder Nachbarschaftshilfe. Das kann nicht nur ins Auge gehen, sondern geht es in der Regel auch. Die Straftatbestände, die damit erfüllt werden, möchte ich gar nicht aufzählen. Es sind jedoch einige und wenn man nur die entsprechenden Bußgelder in Betracht zieht, kostet eine professionelle Demenzbegleitung am Ende weniger.
