Unser scheinbar festgefügtes Zeitempfinden ist in Wahrheit ein zartes Pflänzchen. Schon die kleinste Störung kann uns in den unendlichen Kosmos der Zeitlosigkeit katapultieren. Obwohl solche Momente gar nicht so selten sind, bemerken wir sie kaum, weil wir uns immer wieder ziemlich schnell fangen, indem wir uns an die Zeit erinnern. Uns an die Zeit erinnern …?
Tatsächlich ist unser scheinbares Wissen um die Zeit ein Konstrukt aus Beschreibungen unserer Einteilung von Zeit mittels Uhren. Das ist eigentlich schon alles, was wir über das Phänomen Zeit wissen. Gehen wir ans Eingemachte und forschen ein wenig im Bereich der Theoretischen Physik, merken wir ziemlich schnell: wir sind nicht allein mit unserem Unwissen über die Zeit:
»Von allen Hindernissen, die einer gründlichen Durchdringung der Existenz im Wege stehen, taucht keines erschreckender auf als die ›Zeit‹. Die Zeit erklären? Nicht ohne die Existenz zu erklären.
Wie kann uns die Erkenntnis, dass wir im Grunde nichts über die Zeit wissen, helfen in Bezug auf Demenz?
